*21.09.2008

Die Arbeit geht der Frage nach, ob sich der Begriff „Familie“ allgemeingültig definieren lässt. Wenn ein Kind und ein Witwer sich unterhalten, verstehen sie unter „Familie“ dasselbe?
Mit großer Wahrscheinlichkeit nicht – je
der Mensch sieht etwas anderes unter diesem Begriff: Abgesehen von der kulturellen Unterschiedlichkeit bedeutet Familie für das Individum auch ein persönliches Schicksal und die damit verbundenen Empfindungen. Ist sie Fluch für den einen, so ist sie auch Geborgenheit für den anderen. Geschichte, der man entfliehen möchte, oder Zukunft, die man aufwachsen sieht.In der Arbeit *21.09.2008 habe ich alle Verwandten meiner gerade geborenen Tochter gebeten, ein Bild von sich zu machen, den dreijährigen Cousin ebenso wie die achtzigjährige Urgroßmutter. Die Arbeit ist der Versuch, beides zu zeigen: Geschichte und Zukunft. Und dieser Versuch scheitert natürlich. Denn es ist bestenfalls meine Gegenwart, die es zeigt.

Die Arbeit besteht aus 27 Bildern der Grösse 20x20 cm, Pigmentprints auf Holz. *21.09.2008 ist derzeit in der Linsenfrei-Austellung Der gedehnte Blick bei
fluss in Niederösterreich zu sehen und wird im Anschluss in der k4 galerie (Saarbrücken, Deutschland) gezeigt.