Tagebuch eines Ausserirdischen

Das „Tagebuch eines Außerirdischen“ ist ein visueller Bericht über die Erde und ihre Bewohner. Ein Außerirdischer kommt auf seinem Flug durchs All zufällig an der Erde vorbei, beobachtet sie eine Weile und zieht weiter. Er nimmt keinen Kontakt auf, gibt sich nicht zu erkennen.

Science-Fiction? Möglich, genauso wie unmöglich. Kann es sein, daß wir jemals „besucht“ wurden? Ist es möglich, daß wir davon nichts mitbekommen haben oder nichts mitbekommen würden?
Es ist nicht nur möglich, sondern sehr wahrscheinlich. Gesetzt den Fall, es hat sich irgendwo in den unendlichen Weiten des Weltalls in den bisherigen Jahrmillionen eine andere Zivilisation entwickelt, so ist es äußerst unwahrscheinlich, daß sie genau dann auf uns trifft (oder wir auf sie), wenn wir sie als solche auch erkennen würden - und sie natürlich auch uns. Vorstellbar sind alle möglichen Lebensformen, nur kommunizieren können wir mit größter Wahrscheinlichkeit nur mit einer, die der unseren sehr ähnlich ist. Schon die Kommunikation mit Lebewesen auf unserer Erde, die Ähnlichkeit mit uns Menschen haben, wie Affen oder Hunde, ist äußerst schwierig - wenn nicht sogar schon unmöglich.

Eine Lebensform, die mit uns in Kontakt treten soll, muß zumindest für visuelle und akustische Reize unserer Wellenlänge empfänglich sein. Sollte also ein tauber und blinder, einer Spinne ähnlich sehender Außerirdischer jemals auf der Erde gelandet sein, er wäre wieder abgeflogen, ohne mit uns in Berührung gekommen zu sein. Und sollten wir jemals auf einem anderen Planeten auf Sandähnliche Lebewesen treffen, die der Telepathie mächtig sind, würden wir vielleicht sogar ein paar „Gesteinsproben“ mitnehmen. Einen Kontakt könnte man das aber noch lange nicht nennen.

Die Arbeit besteht aus zwölf Bildern der Größe 70x140 cm. Die Bilder sind C-Prints, aufgezogen auf Aludipond. Die Arbeit war in der Galerie
delta35 (Berlin, Deutschland) zu sehen und im Fotoforum (Innsbruck, Österreich). Zur Ausstellung erschien ein Katalog.